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Quartierpolizist Stadtpolizei St. Gallen
 
Geschichte des Rosenberg Quartiervereins
 

Im Gründungsjahr 1888 war die Erschliessung des städtischen Südhanges in vollem Gange. Die Erschliessungsaufgaben für Verkehr, Strassenbeleuchtung, Kanalisation und Begrünung waren Anlass zur Vereinsgründung.

Aus dem ursprünglichen Hausbesitzerverein ist inzwischen ein Verein für alle geworden und viele Aufgaben, welche seinerzeit von den Bürgern getragen wurden, sind von der Stadt fürsorglich übernommen worden. Es scheint uns die Zeit gekommen, in welcher Anwohnerinnen und Anwohner ihre Mündigkeit wieder zurückgewinnen sollten.

Der Quartierverein sieht sich hierbei als Mittler zwischen den oft auseinanderlaufenden Einzel- und Gruppeninteressen. Aufgabe soll es sein, ein lebendiges und wohnenswertes Quartier anzustreben, die Gemeinsamkeiten zu fördern. Daher gilt es auch, die grossen sozialen Unterschiede im Quartier zu überbrücken und Verslumungstendenzen und Ghettobildungen entgegenzutreten.

 
Von Schlösschen und Prachtvillen [Ernst Ziegler, tagblatt.ch ]
 
Der Rosenberg: Traumhafte Wohnlage, die aber erst seit 1880 wirklich genutzt wird
Am Rosenberg finden sich - neben der Universität - bis heute die besten Wohnlagen der Stadt St. Gallen. Als Baugebiet entdeckt wurde der Hügelzug im Norden der Stadt allerdings erst relativ spät, gegen Ende des 19. Jahrhunderts.
Der Hügelzug im Norden der Stadt St. Gallen, einstmals Ochsnersberg genannt, erhielt nach Martin Arnet seinen heutigen Namen Rosenberg gegen Ende des 17. Jahrhunderts.
 
«Herrlichste Wiesen»
Als der Lindauer Zeichner und Kupferstecher Johann Conrad Mayr um 1795 seine Ansichten der Stadt St. Gallen schuf, standen am Rosenberg nur vereinzelte Gebäude. Der Ratsherr und Stadtarzt Bernhard Wartmann besang damals dieses Gebiet: «Dieser Berg, mag man ihn nun Rosenberg oder Rotmonten nennen, bildet auf der Höhe einen verlängerten Bergrücken, an dessen Fuss auf beiden Seiten ein geräumiges Tal ist. Die erste Seite dieses Berges, die nach der Stadt oder nach Süden hinkehrt, ist mit schönen Gebäuden bepflanzt und den herrlichsten Wiesen mit Fruchtbäumen angefüllt, die den Wohlstand der Stadt und deren Besitzern schon von ferne zeiget; man mag von Zürich oder von Schwaben her nach der Stadt kommen. (...) Der allenthalben sichtbare Wohlstand, die an diesem Berge hingepflanzten Obstbäume, unter denen man oben den ganzen Weg als unter einer prächtigen Allee durchgeht, und die alle Jahre ihre Pfleger reichlich belohnen, sind ein sichtbarer Beweis der höchsten Kultur des Landes und der ländlichen Industrie derselben Einwohner.»
 
1828: Kaum Häuser
Johannes Zuber, der 1828 seinen «Grundriss der Stadt St. Gallen» trigonometrisch aufnahm, musste lediglich am Fusse und auf dem «Rosenberg» einige Häuser einzeichnen. Vom Talgrund führten damals nur wenige Wege auf den Berg hinauf, darunter vom Metzgertörli aus «die Strasse auf den Rosenberg». Gemäss dem Übersichtsplan der Stadtgemeinde St. Gallen von 1863 gehören zum Rosenberg folgende Parzellen: von Westen nach Osten der Kreutz-Aker (nördlich der Kreuzbleiche), Rötheli, Sonnenberg, Grünberg, Greifen-Aker, Käsernberg, Am Berg, Zum Rosenberg, Waisenhaus-Gut und Blumenberg. Anschliessend folgen weiter östlich der Tigerberg und der St. Mangenberg. Die einzigen bezeichneten Gebäude sind im Westen die Kurzenburg und gegen die Stadt zu das Schlössli. Nebst dem eingezeichneten so genannten Fehrschen Schlösschen, das 1772 ins Eigentum der Stadt übergegangen und Sommersitz für einen der drei Bürgermeister geworden war, stand bis zu seinem Abbruch 1948, gerade über der Altstadt, das Högger-Schlösslein.
 
Überbauung beginnt
Für die Schweizerische Landesausstellung in Zürich 1883 schuf Architekt Johann Albert Pfeiffer vier Pläne zur baulichen Entwicklung der Stadt St. Gallen für die Jahre 1830, 1860 und 1880 sowie einen «Zukunfts-Plan» mit dem Titel «Erweiterungs-Project». Noch auf dem Plan für das Jahr 1880 ist der Rosenberg sozusagen nicht überbaut. Die Häuser begannen erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts den Hängen hinanzusteigen, als im Talgrund kaum mehr Boden zur Verfügung stand.
 
Neue Baugebiete öffnen
Im «Tagblatt der Stadt St. Gallen» vom 19. April 1876 steht: «Es gibt wohl wenige Städte in der Schweiz, welche mit so schönen Hügeln und Höhen geziert sind, wie St. Gallen mit seinem Rosenberg und dem freundlichen Plateau gegen Rotmonten hin, sicherlich aber keine, die ihre schönsten Umgebungen in einem so unzugänglichen Zustande lässt, wie St. Gallen den Rosenberg. Schon seit Jahren anerkennt man allseitig die Nothwendigkeit, endlich einmal eine den jetzigen Bedürfnissen und Verhältnissen entsprechende Fahrstraße auf und über denselben an die Stelle der halsbrecherischen und im Grunde ganz unfahrbaren Tigerbergstraße zu erstellen und damit nicht nur den jetzt schon zahlreichen Bewohnern des Rosenbergs, des Laimaths und Rotmontens eine bequemere Verbindung mit der Stadt zu verschaffen, sondern auch um für eine grössere Ansiedelung und für die Ausdehnung der Stadt die schönsten und gesundesten der hiefür noch disponibeln Gebiete endlich einmal zu öffnen, was ohne Straße natürlich nicht möglich ist.» «Bericht und Anträge an die Bürgerversammlung der politischen Gemeinde St. Gallen betreffend Erstellung von Strassenanlagen am Rosenberg» wurden aber erst 1883 den «werthen Mitbürgern» vorgelegt. In einem «Übersichtsplan der Strassenprojecte am Rosenberg» sind eine Hauptauffahrt und eine Längsstrasse eingezeichnet. 1888 wurde ein Spezial-Baureglement für die Gemeindestrassen am Rosenberg erlassen.
 
Viele Villen abgebrochen
Nachdem der Rosenberg durch Strassen erschlossen worden war, begann seine Überbauung. Der Architekt August Hardegger schrieb 1889 über die dortigen Neubauten: «Verschieden wie das Können der Erbauer und verschieden wie der Geschmack der Besteller präsentiren sich die Neubauten, sie variieren in allen Stilarten. Gothik, italienische und deutsche Renaissance, ja selbst der Rococo und Zopf und die Kunst des Japanesen liehen ihre Bauformen, um ''gefreuten'' und ''ungefreuten'' Neubauten ihr äusseres Gewand zu weben.» Unterdessen sind viele der herrschaftlichen Villen am Rosenberg, die «eine lebendige Einheit» bildeten, verschwunden. An ihrer Stelle und auch in ihren einst grosszügigen Parks und Gärten stehen neuzeitliche Blöcke, welche das einstmals einheitliche Bild «kaltschnäuzig zerbrechen».

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